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LOVE LETTERS to the DEAD - Ava Dellaira



Titel: LOVE LETTERS to the DEAD
Autor/in: Ava Dellaira
Seiten: 413
Verlag: cbt (cbt Random House)
ISBN: 978-3-570-16314-6
Kosten: 17,99 (HC mit Schutzumschlag)
Ab 14 Jahre
Übersetzung: Katarina Graslandt



Bevor ich mit den Unterthemen anfange möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich den Klappentext und den Laschentext aus dem Grunde unter meine Punktevergabe gestellt habe, weil ich finde, er verrät zu viel. Ich möchte den Lesern dieser Rezension nicht die Geschichte vorweg nehmen, weil sie zwangsweise den Klappentext lesen mussten. Ich finde, darin wird die ganze Geschichte bereits zusammengefasst. Dadurch, dass ich ihn ganz unten erwähne, könnt ihr die Rezension lesen und danach selber entscheiden, ob ihr die Geschichte erst einmal selber lesen und erleben wollt, oder euch bereits viele Infos vorweh holt. Eure Entscheidung. Viel Spaß!
Alles beginnt mit dem Brief an Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, denn dass ist die Aufgabe im Englischunterricht ihrer neuen Schule. An eine verstorbene Persönlichkeit zu schreiben. Und May ist ebenfalls tot.
Laurel ist neu an der High School West-Mesa High, um den Fragen nach ihrer Schwester aus dem Weg zu gehen. Und um neu anzufangen, als das Abbild ihrer toten Schwester. Denn nachdem sie starb ging ihre Mutter nach Kalifornien, allein. Laurel wohnt nun jede Woche abwechselnd bei ihrem Vater und ihrer Tante Amy, trägt die Kleidung ihrer Schwester und versucht so zu sein, wie sie. Erinnert sich daran, wie sie gewesen ist und legt sich ab und an in das Zimmer ihrer Schwester und stellt sich vor, sie wäre noch da. Wenn sie die Sachen von May trägt, hat sie das Gefühl, alles würde von selbst laufen. Schon bald lernt sie die beiden Mädchen Hannah und Natalie und den geheimnisvollen Jungen Sky kennen und beginnt ein neues Leben. 
Den Brief an Kurt Cobain gibt sie ihrer Lehrerin nie ab. Stattdessen schreibt sie weitere an ihn. Und an andere Berühmtheiten wie Judy Garland, Elizabeth Bishop, River Phoenix, Amelia Earhart, Judy Garland und Amy Winehouse. Zu all diese Persönlichkeiten hat sie eine bestimmte Verbindung. Durch May oder durch sich selbst.


Dieses Buch ist anders. Es gibt keine strikt erzählte Geschichte, sondern ein Tagebuch aus Briefen. Laurel schildet verstorbenen Persönlichkeiten ihr Leben. Was sie gerade tut, was sie getan hat und was sie tun möchte. Doch anders als ein einfaches Tagebuch bezieht Laurel nicht nur Ereignisse ihres Lebens aufeinander, sondern auch Einzelheiten der berühmten Toten auf ihr Leben nach dem Tod der Schwester. Ava Dellaira schafft es, einem Brief eine persönliche Note von Laurel zu geben und den Leser zwischen den Zeilen lesen zu lassen. Man taucht ein in Laurels Leben, lässt sich mitziehen und hört ihr zu. Nicht allein die Worte, sondern die Bedeutung dahinter geht ans Herz.

Ich war anfangs etwas skeptisch, fand die Idee mit den berühmten Persönlichkeiten aber interessant und habe mich an das Buch gewagt, nachdem ich es in der Bücherei habe stehen sehen. Ich habe es nicht bereut. Die Geschichte hinter den Briefen ist nicht gerade spannend und auch nicht wirklich faszinierend geschrieben. Es ist ein Tagebuch, dass nicht an das eigene Ich geht, sondern an eine andere Person. Nachdem ich darüber nachgedacht habe, finde ich die Idee echt gut. Es ist leichter, sich etwas von der Seele zu schreiben, wenn man es nicht für sich selbst macht. An eine andere Person zu schreiben, gibt einem das Gefühl, sich zu öffnen und Gefühle heraus zu lassen. Dabei ist es egal, ob der Empfänger noch lebt oder nicht. Der Schreibstil von Ava Dellaira hat mich nicht sonderlich mitgerissen. Nicht die Worte von ihr gehen ans Herz, sondern die Bedeutung dahinter. Nicht das, was Laurel den Adressaten erzählt, sondern dass, was zwischen den Zeilen steht, hat mir Tränen in die Augen getrieben. 
Ich gebe diesem Buch vier Blätter, einfach weil es mich berührt hat. 











Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Lauren erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie einen Weg zurück ins Leben...

Laschentext:
Für Laurel ist der Beginn der Highschool ein Neuanfang. Keiner kennt sie an der neuen Schule, und keiner weiß von ihrer Schwester May, die erst vor ein paar Monaten gestorben ist. Ganz allmählich findet sie neue Freundinnen in Natalie und Hannah und sie verliebt sich in den geheimnisvollen Sky, der ihr immer wieder Blicke zuwirft. Doch es sind die Toten, denen sie ihr neuen Leben in allen Höhen und Tiefen anvertraut. Denn als sie für den Englischunterricht einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben soll, wird daraus eine lange Briefkette an Kurt Cobain, Heath Ledger, Amy Winehouse, Janis Joplin und viele mehr. Und nur ihnen kann Laurel die Wahrheit anvertrauen darüber, was wirklich mit ihr und May geschah...


Cover:
http://www.randomhouse.de/Presse/Buch/Love-Letters-to-the-Dead-deutsche-Ausgabe/Ava-Dellaira/pr454940.rhd?mid=5&showpdf=false&per=563005&men=1&pub=16000#tabbox

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