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Lass mich (nie mehr) los - Nicola Jessica West

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Titel: Lass mich (nie mehr) los
Autorin: Nicola J. West
Verlag: Nova MD
Seitenzahl: 373
Genre: Liebesroman
ISBN: 978-3-96111-211-1
Preis: 10,99 (TB); 2,99 (ebook)
Reihe:Unabhängig lesbar
Format: TB, ebook

 »Ich kann keinen einzigen Gedanken, kein Gefühl greifen. In mir ist eine so laute Leere, dass ich nichts und alles zugleich fühle.«

Neill Benett wird nie wieder Single sein! Er würde Brief und Siegel darauf geben und jeden in den Schwitzkasten nehmen, der daran zweifelt. Von einem Moment auf den anderen aber steht er wieder alleine da. Seine Welt gerät vollkommen aus den Angeln und als er dann auch noch seine Bandmitglieder verliert, droht er endgültig unterzugehen.

Maria Carmichael weiß, wie er sich fühlt, denn nach dem Verlust ihres Mannes stand sie am gleichen Punkt. Seit dem sind drei Jahre vergangen und Maria hat vieles verwunden. Sie verliebt sich in Neill, doch was so schön sein könnte, droht, sich in die gleiche Hölle zu verwandeln, die sie schon einmal durchgemacht hat. 

›Lass mich nie mehr los‹ - ein Roman über innige Freundschaft, tödliche Schicksalsschläge und Berge versetzende Liebe.
Erst drei Jahre ist es her, dass Maria ihren Mann Ross bei einem Autounfall verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem nun sechsjährigen Sohn Henry alleine. In ihrem Job als Managerin eines Country-Sängers hat sie jedoch einiges zu tun. Als die Band in der er spielt sie bittet an der Tournee teilzunehmen nimmt sie kurzerhand an. Nicht wissend, dass nicht nur ihr Herz erneut auf eine harte Probe gestellt wird. Und dabei war sie doch als Single glücklich.

Neill ist County-Sänger und zwar ein wirklich guter. Als wäre das nicht Lob genug, scheint es auch privat super zu funktionieren, denn bald wird er seine Freundin Olivia ehelichen und kann es kaum erwarten endlich eine Familie mit ihr zu gründen. Nur eine Tournee muss noch geschafft werden - und genau da liegt das Problem. Denn plötzlich ist gar nichts mehr gut und der sonst so lässige, standhafte Gitarrist benötigt plötzlich viele Hände um nicht zu fallen.
 Ich bin kein großer Fan von reinen Liebesgeschichten, aber diese hier klang interessant, also bewarb ich mich um ein Rezensionsexemplar und bekam eines. 
Wie immer möchte ich mit dem Cover beginnen. Ich finde es sehr ansprechend und schon auf den ersten Blick kann man sehen, dass es sich hier um eine Liebesgeschichte handelt. Keine Fantasy, keine Science Fiction sondern das echte Leben und die ehrliche Liebe. Auch die Protagonisten scheinen hier optisch gut wiedergegeben.
Hin und wieder sind mir ein paar kleine Fehlerchen aufgefallen, die mich ins Stocken brachten. Ein doppeltes Wort in einem Satz, Rechtschreibfehler oder ein Satz dessen Formulierung nicht sonderlich einleuchtend war. Nichts gravierendes, aber mir sind sie aufgefallen.
Die Einführung in das Buch war gut, man hat die Personen kennen gelernt und wusste recht schnell um wen und um was es hier eigentlich geht. Die Kapitel beginne entweder mit Maria oder Neill und bleiben da auch recht fokussiert. Ich persönlich hätte diese Überschriften nicht immer gebraucht, denn zwar ist man das ein oder andere Mal mit zu Marias oder Neills Privatleben gefahren, doch wenn die zwei zusammen an einem Ort waren, dann wurde stets über beide berichtet.
Vom Schreibstil fand ich es recht angenehm zu lesen und man konnte den Zeilen und Sätzen gut folgen. Das Buch hatte einen roten Faden, der durchgehend vorhanden war, nur hin und wieder hätte ich mir andere Informationen gewünscht. Was ist mir Olivia, wie kam sie klar? Manche Dinge waren mir persönlich zu schnell verschwunden und doch hatte das Buch für mich so seine Längen. Es war spannend, keine Frage. Immer wieder sind Momente aufgetaucht, in der einer der beiden Hauptpersonen zu kämpfen hatte. Mit sich selbst, dem Leben und den Menschen des Umfeldes. Es blieb spannend und doch hat es mich nicht umgehauen. Ich kann nicht genau definieren wieso, es ist einfach ein Gefühl. Oder eben keines. 
Die Protagonisten selber sind gut, haben ihre Fehler und werden mir manchmal dennoch zu perfekt dargestellt. Als wären sie fehlerlos, mit Ausnahme von diesen wenigen Momenten hier in diesem Buch. Das ist in Ordnung aber nicht ganz meine Welt.
Die Story an sich ist interessant und auch wenn immer in der dritten Person geschrieben ist, so stehen doch abwechselnd Maria und Neill im Fokus. 
Die anderen Charaktere waren für mich ein wenig verwirrend. Einige kamen oft vor, andere nur hin und wieder. Ich kam mit den Namen der Bandmitglieder durcheinander, wusste nicht genau wer zu wem gehört, wer wessen Tech ist etc. Levis und Lance, Billy und Brandon. Marc und Markus. Zumindest bei ersteren kam später die Erleuchtung und auch zweitere wusste ich irgendwann zu benennen, wenn sie erwähnt wurden. Ihre Funktionen in den Bands hingegen blieben mir lange verschlossen. Zwar gibt es am Ende des Buches ein kurzes Namensverzeichnis, welches ich aber erst nach dem Lesen gesehen habe und auch nicht jedes Mal hätte dorthin blättern wollen. Diese Gedanken, wer nun wieder wer ist, haben mich ein wenig aus dem Lesefluss geworfen.
Dabei war die Anzahl nicht mal zu viel, es waren ja auch einige da, die ich zuzuordnen wusste. Vielleicht lag es einfach an den Namen.
Die Handlung ist nachvollziehbar und auch die Reaktionen der verschiedenen Charaktere nachvollziehbar und realistisch. 
Ich selber hab mir zwar bereits gedacht, wie das Buch ausgehen wird, wurde aber dafür auf dem Weg dorthin immer wieder überrascht. Und der Cliffhanger hat es in sich! Der ist echt gemein!
Dennoch muss ich ehrlich sagen, dass ich froh bin das Buch beendet zu haben und nun etwas neues lesen kann. 
Ich hatte hin und wieder meine Schwierigkeiten damit, aber für all diejenigen, die gerne Liebesgeschichten lesen, kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.
Nicht ganz meine Welt aber für Liebesroman-Fans durchaus empfehlenswert.


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