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His Dark Materials - Der goldene Kompass Trilogie - Philip Pullman

Carlsen-Verlagssseite
Titel: His Dark Materials
Autor: Philip Pullman
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-35720-5
Einband: Taschenbücher im Schuber
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 1456 gesamt
Preis: 19,99 TB-Schuber
Reihe: Trilogie
- Der goldene Kompass
- Das magische Messer
- Das Bernstein-Teleskop

12-15 Jahre


Die Geschichte beginnt in Oxford, wo ein Mädchen namens Lyra ein altehrwürdiges Internat besucht. Lyra ist klug, ein bisschen wild und unendlich neugierig. Und es gibt vieles in ihrer Umgebung, was ihre Neugier immer neu entfacht. Was ist es, was ihr geheimnisvoller Onkel Lord Asriel oben im eisigen Norden Europas erforscht? Was hat die junge, ehrgeizige Wissenschaftlerin Mrs. Coulter mit diesen Forschungen zu tun?
Ist sie etwa eine Konkurrentin des Onkels und freundet sich deshalb mit Lyra an? Weshalb verschwinden in der Gegend um Oxford immer wieder Kinder, Söhne und Töchter armer Leute meist, die niemand außer den Eltern vermisst? Werden sie wirklich von Gobblern geholt, wie die Leute munkeln? Wenn ja, was sind Gobbler und woher kommen sie?
Es dauert eine Zeit, bis Lyra herausfindet, dass all diese Fragen zusammenhängen. Antworten aber findet nur, wer sich auf den Spuren Lord Asriels in den hohen Norden wagt, wo Panzereisbären eine uneinnehmbare Festung bewachen, Hexenköniginnen durch eisige Lüfte fliegen und hinter dem Polarlicht eine Welt beginnt, die bisher den Menschen verschlossen war.

Ich habe den Schuber gebraucht gekauft und war erst unsicher, ob ich es wirklich machen soll. Auf Empfehlung meiner Schwester, einer kritischen Leserin, habe ich es dann gewagt und in meinem Urlaub (2 Wochen) habe ich es neben zwei anderen Büchern komplett gelesen. Ich wurde nicht enttäuscht.
Zu allererst finde ich, dass der Schuber schön gestaltet ist. Die Cover der einzelnen Bände finden sich auf dessen Wänden wieder und das ganze ist in einem dunklen Blau gehalten, was wirklich gut zum Inhalt passt. 
Die Geschichte beginnt gleich mit einem abenteuerlichen Verhalten von Protagonistin Lyra und es wird sogleich deutlich, dass dieses junge Mädchen vor nichts zurückschreckt. Sie ist jung, sie ist wild und sie ist nicht gezähmt. Ihr Dickkopf und ihr Talent zum Lügen machen sie zu einer ganz besonderen Hauptfigur und retten ihr das ein oder andere Mal sogar das Leben. Doch genau wie Lyra hat der Leser zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung, was alles geschehen wird.
Das erste Buch habe ich bereits vor ein paar Jahren gelesen und auch den Film gesehen, weshalb ich mich an vieles erinnert habe, sobald es geschrieben stand. So war es leider für mich ein wenig langweilig, weil der Autor einen etwas anstrengenden Schreibstil hat. Lange Sätze, viele Wortwiederholungen etc. Das zweite und dritte Buch kannte ich aber noch nicht und konnte mich besser darin aufhalten. Auch der Schreibstil ist im dritten Buch ein wenig besser geworden. Was ich zudem anstrengend fand, sind die langen Kapitel. Ich brauche einen Absatz oder ein neues Kapitel, um das Buch beiseite liegen zu können, sonst bekomme ich Magenschmerzen und komme schlechter wieder in die Geschichte hinein. Leider sind die Kapitel so lang, dass ich immer wieder am Ende einer Seite und zwischen zwei Sätzen unterbrechen musste, um meinem Tagesablauf zu folgen. Das wurde im dritten Band ebenfalls besser, was mich sehr erleichtert hat. 
Die Protagonisten sind authentisch und recht realistisch gehalten, die meisten Charaktere mir aber nicht wirklich sympathisch. Genau deshalb sind sie für die Geschichte aber wichtig. Zuweilen kam es vor, dass mir die Figuren auch zu wenig Eigencharakter hatten und nur dank ihrer Namen voneinander zu unterscheiden waren. Probleme hatte ich mit Lyra und auch mit Will, denn ihr Verhalten und Handeln entspricht meiner Meinung nach nicht ganz ihrem Alter. Aber es ist eine Fantasy-Trilogie, also sehen wir darüber hinweg. Die Anzahl der Charaktere war jedenfalls überschaubar und die Namen bleiben gut im Gedächtnis, wodurch man der Geschichte und dem rotem Faden gut folgen kann. 
Die Idee der Bücher wurde gut umgesetzt und auch das Ende ist okay, für meinen Geschmack aber durchaus ausbaufähig. Jedenfalls weiß man am Anfang des ersten Bandes nicht, wie das Ganze ausgehen wird.
Das Alter des Buches ist auf 12-15 gelegt, ich finde dass aber unnötig. Wenn ich mir anschaue welche Art von Bücher ab 14 sind, würde ich dieses Buch hier nicht für 12-jährige Empfehlen. Es kommt oft zu blutigen Kämpfen und schmerzvollen Toden. Wer damit umgehen kann, hat natürlich keine Lesegrenze. Aber auch über 15-jährige können und dürfen diese Bücher lesen, sofern sie sich für Fantasy begeistern.

Beizeiten ein wenig anstrengend, aber durchaus eine tolle Trilogie mit einer magischen Geschichte und vielen Abenteuern.


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