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Die längste Nacht - Isabel Abedi

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Titel: Die längste Nacht
Autor: Isabel Abedi
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06189-4
Preis: 19,99 HC
Reihe: Nein
Seitenzahl: 408
Einband: gebunden, mit gestanztem Schutzumschlag, UV-Lackierung auf dem Cover und Lesebändchen
Ab 14 Jahre







Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah – in jener längsten Nacht ...

Bekommen habe ich das Buch von zwei meiner Freundinnen, zum Geburtstag. Da ich auch ein Buch über eine Europareise schreibe, fanden sie es passend. Das Cover ist wirklich schön und ich liebe Hardcover, also war ich damit schonmal zufrieden. Nimmt man den Umschlag ab, ist es gelb mit vielen kleinen schwarzen Punkten. Weil ich den Schutzumschlag so schön finde, habe ich ihn zum Lesen abgenommen.
Isabel Abedi schreibt angenehm flüssig und leitet einen mittels rotem Faden leichtfüßig durch die Geschichte. Es beginnt mit der 17-jährigen Vita, die gerade ihre Schule beendet hat und mir ihren beiden besten Freunden auf große Reise geht. In einem Bus, den sie gemeinsam gekauft und aufgemöbelt haben, geht die Reise richtung Italien los. 
Aufgrund unerwarteter Ereignisse und Begegnungen, einer Geschichte aus der Vergangenheit und dem Kampf zwischen Zuneigung und Abneigung gelingt es Isabel Abedi immer wieder Momente der Spannung einzubringen, die den Leser festhalten und mitziehen. Ich hatte dieses Buch unglaublich schnell ausgelesen und obwohl es dick und schwer ist, nahm ich es überall mit hin, um weiterlesen zu können. Die Charaktere sind alle individuell und tragen ihre eigenen Geschichten mit sich herum. Auch wenn diese nicht ausgeschrieben werden, so kann man sie doch in ihrem Verhalten spüren. Auch schlechte Charaktereigenschaften machen die Figuren sympathisch und auf ihre Art menschlich. Es gibt nicht zu viele Charaktere, weshalb der Überblick leicht zu behalten ist. Die Namen bleiben gut im Gedächtnis und man muss sich nicht dauerhaft fragen, wer diese Figur nun schon wieder war. 
Ich denke, Isabel Abedi hat die Geschichte gut umgesetzt und bisher ist mir auch nichts vergleichbares untergekommen. Ich bin froh, dass diese Reise nicht das Geringste mit meiner eigenen Idee zu tun hat. Die Handlungen der Protagonistin und ihren Begleitern ist nachvollziehbar und auch das Ende ist sowohl offen, als auch in sich geschlossen. Man weiß, dass Vitas Leben weiter geht, dass dieses Buch nur eine kurze Zeitspanne ihres Abenteuers darstellt, aber es reicht. Man braucht keinen zweiten Band, der spielt sich im Kopf ab. Und man hat, bis man endlich dort ist, keine Ahnung, wie es wirklich ausgeht. Vorahnung, ja, aber keine Ahnung. 

Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen, wenn man mal wieder etwas leichtes und doch packendes lesen möchte.



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