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Die Farben des Verzeihens - Alexandra Mazar

Autorin: Alexandra Mazar
Titel: Die Farben des Verzeihens
Verlag: Books on Demand (1. Auflage März 2016)
Seitenzahl: 304
Genre: Roman
Preis: 10,99 Taschenbuch; 3,99 ebook
ISBN: 978-3741215469





Nach dem tragischen Selbstmord ihres Bruders nimmt Eliza ein verlockendes Jobangebot in Spanien an, um ihrer verhassten Großmutter zu entfliehen und ihre Trauer hinter sich zu lassen.
Sie soll das Buch des in Granada lebenden russischen Schriftstellers Sergei Tartakovsky übersetzen. Die beiden unterschiedlichen Persönlichkeiten kommen sich schnell näher, doch dann ruft ein erneuter Schicksalsschlag Eliza nach Deutschland zurück, wo sie sich mit ihrer unbewältigten Vergangenheit auseinandersetzen muss und dabei einem großen Familiengeheimnis auf die Spur kommt.

 Zu Beginn bedanke ich mich erst einmal für das Rezensionsexemplar! Danke.
Nun geht es aber sogleich weiter mit dem Cover. Ich muss sagen, dass ich das Buch in einer Buchhandlung vermutlich eher nicht in die Hand genommen hätte. Das Cover zieht mich persönlich nicht sonderlich an und ich frage mich, welchen Bezug der Schmetterling zur Geschichte hat.
Den Anfang des Buches fand ich ganz okay, man kam recht schnell in das Ereignis rein und schon der Prolog verspricht eine interessante Story. Denn im Prolog sind wir bei Conny. Ich hätte gerne mehr von ihm und seinem Innersten gewusst, aber darum geht es in diesem Buch schließlich nicht.
Der Schreibstil an sich ist flüssig und verständlich, jedoch kam für mich keine richtige Spannung auf. Ich hatte oft das Gefühl, dass es mir an etwas fehlt. An Ereignissen, Gefühlsüberschwemmungen und dergleichen. Stattdessen kam es mir vor, als würde Eliza ihre Probleme versuchen durch Kaffee und schlafen zu lösen. Andauernd ist sie müde, schläft in sekundenschnelle ein und trinkt haufenweise Kaffee. Irgendwann, dachte ich, muss sie doch merken, dass man damit nicht weiter kommt. Nach meinem Geschmack war es daher ein wenig eintönig und auf Dauer auch langweilig.
Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich die Charaktere nicht wirklich mag. Eliza wird mir nicht schlüssig, ich kann mich nicht in ihre Persona hineinversetzen und das stört mich beim Lesen. Sie und ihr Handeln sind für mich nicht nachvollziehbar, ich werde mit ihr nicht warm. Auch ihre Nana ist für mich ein geschlossenes Buch (welches ich nicht lesen wollen würde), wobei ich hier vielleicht sogar etwas mit der Protagonistin gemeinsam habe. Und Sergei ist mir von Anfang an einfach nur unsympathisch. Wirklich. Er ist so ... ich weiß nicht ... Ich mag ihn nicht und ich will eigentlich andauernd nur, dass er verschwindet. Das klingt gemein, aber ist die Wahrheit. Er ist ein Störfaktor in der Geschichte, zumindest für mich. Die Personen sind mir aber allgemein alle nicht sonderlich authentisch, was mich persönlich in meiner Lesefreude getrübt hat.
Insgesamt gibt es etwa 5-6 Personen, die immer wieder auftauchen und man weiß stets, von wem die Rede ist. Es ist eine überschaubare Zahl und man kommt nicht durcheinander.
Dennoch muss man sagen, dass die Geschichte in jedem Falle einen roten Faden hatte und sich das Problem von Anfang bis Ende kontinuierlich durchzog.
Ich persönlich bin von dem Ende enttäuscht, es war mir irgendwie zu flach. Ich habe kein Gefühl, nach dem ich das Buch beendet habe. Keine überschwängliche Freude, keine Verzweiflung, keine Wut und auch keine Ehrleichterung. Es war eher so ein: Fertig. Ab ins Regal. Was lese ich als nächstes. Okay.
Normalerweise brauche ich ein wenig, wenn ich ein Buch beendet habe, ehe ich ein neues beginne. Hier habe ich dieses Gefühl leider nicht.
Ich mag es nicht, schlechte Rezensionen zu schreiben, aber ich habe gesagt, dass ich eine ehrliche Meinung schreiben werde, also tue ich das.
Das Buch hörte sich spannend und interessant an, auch der Beginn war vielversprechend, doch die Begeisterung flachte beim Lesen immer weiter ab und schließlich las ich nur noch, um es endlich zu beenden. In der Hoffnung, dass es doch noch Spannung gibt. Ich habe mich an den Schicksalsschlag geklammert, von dem im Klappentext die Rede ist, doch er hat mich abeschüttelt. Ich rutschte an ihm herunter und landete flach auf dem Boden. Trieb dahin und wartete, dass es zu Ende war.
Ich persönlich bin eine Person, die in Büchern die Aktion braucht, weshalb ich auch Dystopien, Science Fiction und Fantasy bevorzuge. Jemand anderem könnte dieses ruhig dahinfließende gefallen, bei mir war es leider nicht der Fall.
Auch nach dem Lesen ist mir das Cover nicht schlüssig und ich frage mich, welchen Bezug der Name hat. Ich konnte nichts passendes finden.
Die Autorin schreibt klar und flüssig, jedoch fehlte mir hier die Spannung. Am Ende war ich ein wenig enttäuscht.

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