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Titel: Feuerrot
Autor/in: Julia Seuschek
Seitenzahl: ebook: 94/ TB 124
Verlag: Dritte Raum Verlag (veröffentlicht über Amazon)
ISBN: 978-1519448378 (Print)
Preis: ebook: 0,99/ TB 9,90





»Ihn zu lieben, war Gewitterwind. Elektrisch. Stürmisch. Tödlich.« Amelias Leben ist nicht leicht. Der Schülerin mangelt es an Selbstbewusstsein, ständig nagen Zweifel an ihr und von ihren Freundinnen wird sie ausgenutzt. Doch eines Nachts geschieht es. Amelia trifft im Wald einen merkwürdigen jungen Mann mit feuerroten Haaren, und ehe sie sich versieht, wird sie in das London des 19. Jahrhunderts katapultiert. Doch das ist nicht das einzige Mysterium. Wer ist dieser Jack mit dem roten Schopf? Was will er von ihr? Und überhaupt: Was soll Amelia in der Vergangenheit? Eine spannende Geschichte um Liebe, Tod, einen legendären Killer ... und wie man zu sich selbst findet.

Amelia ist 17 und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein bisschen mehr Abenteuer in ihrem Leben. Sie fühlt sich leer, traurig, kalt und wertlos. Jeden morgen trägt sie ihr schwarzes Haar in einem achtlosen Dutt zusammengebunden, taucht in eine andere Welt ein wenn sie Davis im Schulflur begegnet und knallt hart ins wahre Leben zurück, wenn sie ihn mit seiner Freundin sieht. Wie viele ander, beachtet er sie einfach nicht und Amelia hat mit der Zeit immer mehr das Gefühl nicht zu leben, sondern einfach nur zu funktionieren. Aus einem Impuls heraus haut sie von zuhause ab und trifft im Wald auf den geheimnisvollen Jack mit den grünen Augen und dem roten Haar. Und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Die Tage vergehen und Amelia beginnt sich nach ihrem langweiligen Leben zurück zu sehen, doch gleichzeitig weiß sie, dass etwas fehlen würde. Jack.

Das Buch ist leider nicht sonderlich lang, was sich ein wenig auf den Inhalt auswirkt. Vieles ist ziemlich knapp beschrieben, es gibt mitunter große Handlungssprünge, wo ich mir etwas mehr Aktion gewünscht hätte. Auch die Dialoge wirken manchmal etwas kurzatmig und ungenau. 
Doch was am Inhalt fehlt, dass macht Julia Seuschek mit ihrer Art zu erzählen wieder wett. Schon am Anfang des Buches spricht Julia in schönen Metaphern und Vergleichen, die den Leser mit in die Geschichte ziehen und ein tolles Bild erzeugen. Man kann sich in diesen Momenten gut in Amelia und die Situation einfinden, das ist wirklich toll. 



Für meinen Geschmack ein bisschen zu kurz. Julia Seuschek hat eine schöne Schreib-Sprache die sie ruhig länger nutzen sollte, um der Geschichte ein wenig mehr Länge und Spannung zu geben. Mir war es mitunter ein wenig zu schnell, aber als kleine Lektüre zwischendurch sehr schön. Von mir gibts daher drei wohlverdiente Blättchen :)






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