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Black Blade - Das eisige Feuer der Magie - Jennifer Estep

Titel: Black Blade - Das eisige Feuer der Magie
Autorin: Jennifer Estep
Verlag: Piper (Ivi)
Seitenzahl: 353 (Paperback)
Format: Paperback; eBook
ISBN: 978-3-492-70328-4
Preis: 14,99
Reihe: Band 1 von 3
Genre: Science Fiction

 Willkommen in Cloudburst Falls, dem magischsten Ort in ganz Amerika! Doch wer über keine magischen Fähigkeiten verfügt, ist hier nicht viel wert.

Mein Name ist Lila Merriweather und ich bin sowas wie der weibliche Robin Hood der Stadt. Nur dass bei mir die Armen nichts zurückbekommen. Dank meiner (geheimen!) magischen Talente kann ich so ziemlich alles stehlen, was ich will, und bekomme dafür auch noch eine satte Belohnung. Ich bin jung, selbstständig, frei ... Jedenfalls bis ich einen Fehler mache und einem reichem Jungen das Leben rette. Jetzt soll ausgerechnet ich seine Leibwächterin werden. Und irgendwer hat es auf den Kerl abgesehen.

Seit ihre Mutter vor einigen Jahren ermordet wurde, schlägt sich Lila als Diebin durch. Für einen Freund stielt sie regelmäßig wertvolle Dinge und verdient sich so ihren Unterhalt mehr schlecht als Recht dazu. Lila lebt für sich und aufgrund ihrer Vergangenheit soll das auch so bleiben. Blöd nur das da plötzlich diese Familienmitglieder im Laden auftauchen und Lila sich gezwungen sieht einzugreifen. Als würde sie damit nicht genug bereuen wird sie gleich darauf als Leibwächterin beauftragt - und das gegen ihren Willen. Lila gibt sich ihrem Schicksal wiederwillig hin, doch schon nach kurzer Zeit wendet sich das Blatt und Lila beginnt sich zu fragen - was wäre wenn?
Gleich vorne weg: Ich war überrascht, dass ich dieses Buch mochte. Wirklich, ich hätte nicht damit gerechnet. Aber so ist es und ich bin glücklich damit. Vor allem, weil dieses Cover so unglaublich toll ist. Nicht nur dieses weiß, auf welchem die grünen Blätter so wunderschön leuchten, sondern auch die Augen des Mädchens sind etwas besonderes und wirken magisch. Durch das kalte weiß und die fantasievollen Augen bekommt der Titel gleich noch einmal eine Untermalung. Allein das Cover war schon Grund genug für mich, andauernd um das Buch herumzulaufen. Wie gut, das eine Freundin von mir es besitzt und mir leihen konnte.
Rechtschreibfehler habe ich so direkt keine gefunden, aber hin und wieder kam mir ein Satz komisch vor. Vielleicht ist das aber auch etwas Dialekt-bedingtes, denn oft kam es nicht vor und gestört hat es auch nicht.
Die Einführung war sogleich mit einer spannenden Flucht verbunden, wodurch man direkt in Lilas Leben eingetaucht ist und sich nicht mit mühsamen Erklärungen rumschlagen musste. Auch im weiteren Verlauf haben sich Spannung und starke Spannung abgewechselt und so ein angenehmes auf und ab ohne Langeweile geschaffen. Jennifer Estep (oder ihre Übersetzerin) schreiben flüssig und klar verständlich, was dem Lesefluss gut tut und auch die Charaktere waren authentisch und jeder auf seine Weise sympathisch oder unsympathisch. Es gab tatsächlich für jeden eine eigenen Nuance, wodurch ich einige gleich ins Herz geschlossen und andere skeptisch beäugt habe. Auch die Protagonistin Lila ist authentisch und glaubwürdig, ihre Lebensweise ist verständlich dargestellt und obwohl sie eine egoistische Dieben ist, schließt man sie ins Herz und gönnt ihr die Triumphe. Auch die Anzahl der Charaktere war übersichtlich und man ist mit den Namen nicht durcheinander gekommen.
Ich finde die Geschichte wurde an sich gut umgesetzt, manchmal hätte es für mich noch ein wenig dramatischer sein können, aber so war es auch okay. Ich war froh, dass es sich hier nicht um einen von den schnulzigen Liebesromanen handelt und Lila keine von den Mädchen ist, die in jedem dritten Satz ihr männliches Gegenüber anhimmelt. Sie registriert ihn und vielleicht auch seine Muskeln und das hübsche Aussehen, aber Liebe? Niemals! Liebe macht nur verletzlich. Durch diesen Spalt bewegen die Leser und Lila sich gemeinsam. Es ist eine angenehme Symbiose. Lediglich der Duft des jungen Mannes wird zu oft auf die gleiche Weise erwähnt, das war aber auch alles.
Die Geschichte hatte einen roten Faden, der durch eine überzeugende Handlung führte und das Ende verspricht eine interessante Fortsetzung. Wie alles ausgeht ist zuvor aber nicht so eindeutig klar.
Gutes Buch - allerdings hätte es noch einen Tick spannender sein können. Trotzdem gibt es vier Blättchen von mir.


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