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Bartimäus Das Amulett von Samarkand

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Titel: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Autor: Jonathan Stroud
Genre: Fantasy
Format: Taschenbuch
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 540
ISBN: 978-3-442-36402-2
           978-3-442-36762-7
Reihe: Band 1 von 4
Preis: 8,95 € [D]
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Der Dschinn Bartimäus bekommt eines Tages in London den Auftrag, dem hochnäsigen Zauberschüler Nathanael zur Seite zu stehen: ein Auftrag, der Bartimäus zunächst alles andere als glücklich macht. Doch schon bald stecken die beiden in einem Abenteuer, das sie wie Pech und Schwefel zusammenschweißt. Nathanael versucht sich am mächtigen Zauberer Simon Lovelace zu rächen und ihm das berühmte Amulett von Samarkand zu stehlen und mit Bartimäus’ Hilfe könnte ihm das auch gelingen...

 Nathanael ist zwölf, als er das erste Mal einen Dschinn beschwört. Bartimäus, um genau zu sein. Doch Bartimäus ist niemand, der sich ohne weiteres herumkommandieren lässt. Er wartet nur darauf, das Nathanael einen Fehler macht und zu seiner Freude passiert genau das. Doch der Fehler ist nicht nur ein Problem für den jungen Zauberschüler, sondern auch alle anderen in seiner Umgebung. Bartimäus eingeschlossen. Blöd, denkt der Dschinn, ohne zu wissen, dass es bald noch viel viel blöder kommt.
 Dieses Buch wurde von mir auf einem Flohmarkt entdeckt. Unsicher, ob ich es kaufen sollte, riet mir meine Schwester es zu tun. Sie ist eine anspruchsvolle Leserin, so wie ich, und ich vertraute an diesem Tage ihrer Meinung. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte ist packend und spannend. Aber gehen wir dafür genauer ins Detail.

Das Cover ist auf den ersten Blick recht schlicht. Irgendwie hat mich die Darstellung von Bartimäus als steinerner Wasserspeier ein wenig gestört. Es wirkt etwas stümperhaft und das Amulett wie ein goldenes Ei. In erster Linie zieht es meinen Blick daher nicht sehr magisch an. Klappentext ist interessant, kickt mich aber auch nicht sonderlich. Doch auf dem Trödel sagt man auch schon mal zu nicht ganz so perfekten optischen Erscheinungen ja. Und wir manchmal dafür belohnt.
Das Buch ist in Abschnitte geteilt und wird aus der Sicht von Bartimäus (Ich-Perspektive) und Nathanael (dritte Person) geschrieben. Gekennzeichnet durch Überschriften.
Die Einführung startet mit Bartimäus und wie er herbeigerufen wird. Ist also zugleich ziemlich interessant, zumal Bartimäus ein wirklich lustiger Kauz ist und nicht davor zurück schreckt, seine Meinung seinem Gegenüber offen ins Gesicht zu schlagen. Untermalt werden seine Gedanken hin und wieder durch Fußnoten, in denen er den Leser auf lustige Weise über verschiedene magische Wesen, Ereignisse oder einfach seine Gedanken zu Situationen informiert.
Während Bartimäus also immer wieder die Gegenwarts-Situation erläutert, beginnt Nathanaels Erzählung ein wenig früher, bei seiner Kindheit, bis sie schließlich mit der von Bartimäus parallel verläuft. Klingt verwirrender, als es ist. Der Autor versteht sein Handwerk, also keine Sorge.
Die Spannung war abwechslungsreich, ging aber nie verloren. Durch Witz und viele kleine heikle Situationen bleibt der Lesefluss vorhanden und hin und wieder wird es für den Dschinn und den jungen Zauberer ziemlich brenzlig. Die Schreibweise des Autors ist flüssig, Bartimäus detailiert und informativ gestaltet und alles in allem verständlich, so dass man dem Text gut folgen kann.
Die Charaktere hatten alle ihr eigenes Gesicht, ihr eigenes Leben und man empfand Sympathie - oder auch nicht. Jede Figur ist gut durchdacht und es sind nicht zu viele geworden, so dass man eine gute Übersicht hatte.
Die Idee des Buches wurde nach meinem Erachten sehr gut umgesetzt, es war besser als ich erwartet habe,
Es gab einen deutlichen roten Faden, alle Ereignisse bauten aufeinander auf und machten sogar die absurden Situationen dadurch glaubhaft.
Absolut überzeugend.
Das Ende ist kein eindeutiger Cliffhänger, rein theoretisch könnte es auch ein Einzelband sein. Doch durch die Art und Weise des Beendens, bleibt diese Situation offen. Wie man sieht aus gutem Grund, den es folgten noch drei Bände. Ob es sich dabei um die gleichen Protagonisten handelt, bleibt offen.
Der Autor schafft es auch den Leser bis zum Schluss im Unklaren zu lassen, wie alles ausgeht und was noch passieren wird. Man wird also immer wieder überrascht.
Es handelt sich bei dem Buch eindeutig um Fantasy-Literatur, somit ist das Genre durchaus gerechtfertigt.
Ich bin froh das Buch gelesen zu haben. Danke Schwesterherz.



Absolut Lesenswert und besser, als Cover und Klappentext versprechen. 

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