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Atlantia - Ally Condie

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Titel: Atlantia
Autorin: Ally Condie
Verlag: FJB (Fischer Jugendbuch)
Genre: Science Fiction/Fantasy/Dystopie
Format: Roman HC
Seitenzahl: 409 (HC)
ISBN: 978-3-8414-2169-2 (HC)
Preis: 14,99 (HC)
Special: http://atlantia-challenge.de/



Zwillinge. 
Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt.Doch das Schicksal trennte sie.
Bay, du fehlst mir so sehr, flüsterte sie in die Muschel. Aus dem Inneren tönte ein rauschender Gesang und erinnerte an eine Zeit, als Wasser und Land noch zusammengehörten. Wo auch immer an der Landoberfläche ihre Schwester nun war, sie musste sie finden – auch wenn es niemandem erlaubt war, die Stadt unter der Glaskugel zu verlassen. 
In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.


Rio und Bay sind Zwillinge, zweieiig, doch sie kennen sich untereinander in und auswendig, teilen ihre Geheimnisse und sind immer füreinander da. Dachte Rio zumindest. Denn Bay liebt Atlantia, die Stadt auf dem Meeresboden, umhüllt von Wänden aus Glas. Gebaut, um die Menschen vor der Luftverschmutzung auf der Erde zu schützen. Einige Menschen mussten oben bleiben, um die Versorgung der Menschen im Meer zu gewährleisten und jedes Jahr ist es den 16-jährigen Kindern freigestellt zu entscheiden, ob sie sich für das Opfer oben entscheiden, oder unten bleiben. Einmal im Leben dürfen sie diese Entscheidung treffen, danach gibt es keine Möglichkeit mehr. Wer sich für das Oben entscheidet, darf nie mehr zurück. Als ihr Vater vor Jahren an der Wasserlunge starb, schweißte dies die Zwillinge und ihre Mutter ein wenig mehr zusammen. Rio vertraute ihrer Schwester an, dass sie das Oben sehen will, sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich aus dem Gefängnis aus Glas zu entkommen. Auch wenn sie dafür ihre Familie verlassen muss. Doch als vor 6 Monaten ihre Mutter starb musste Rio Bay versprechen, dass sie bleibt. Denn würde Rio gehen, so wäre Bay von da an ganz alleine. Und Rio verspricht bei ihrer Schwester zu bleiben und entscheidet sich bei der Zeremonie für unten. Zu ihrer Überraschung wählt Bay daraufhin das Opfer im Oben. Rio fällt aus allen Wolken. Bay, die Atlantia mehr als alles andere liebt, die in die Fußstapfen der Mutter treten könnte, entscheidet sich für oben und lässt Rio allein in Atlantia. Rio, die eigentlich nach oben wollte. Rio ist fest entschlossen einen Weg zu finden, ihre Schwester wieder zu sehen und sucht nach Notizen, nach geheimen Nachrichten, die es nicht gibt. Doch dafür findet Rio etwas anderes. Geheimnisse. Geheimnisse von ihrer Schwester, von ihrem Leben, von der Stadt. Und plötzlich ist nichts mehr wie es war.
Ich muss sagen, dass ich ziemlich große Erwartungen an das Buch und seine Geschichte hatte. Die ersten Geschichten von Ally Condie war die Trilogie von Cassia und Ky, die ich wirklich gut fand. Das Cover von Atlantia hat mich gleich angesprochen und auch die Leseprobe gefiel mir gut. Ich dachte darüber nach, das Buch zu kaufen, doch als ich es in der Bücherei sah, nahm ich es mit und bin im Nachhinein froh, dass ich es nicht gekauft habe. Die Story an sich ist wirklich interessant und vielversprechend. Man möchte wissen, was Rio unternimmt um zurück zu ihrer Schwester zu gelangen und endlich das Oben zu sehen bekommt. Möchte wissen, ob sie es schafft. Doch die Art der Erzählung ist lasch und langatmig. Immer wieder kommt es zu Situationen die Spannung versprechen, aber nicht bieten. Es wird zunehmend langweiliger und das Ende ist kraftlos. Es wirkt, als schrieb Ally nur, weil sie mit ihrer Trilogie Erfolg hatte, nur des Ruhmes wegen. Ich kann mich täuschen, aber der Geschichte fehlt Leben und das ist schade, denn die Grundidee ist wirklich toll. Ich hätte mir gerne mehr Hindernisse in Rios Geschichte gewünscht. Mehr "Schläge ins Gesicht", um es bildlich zu beschreiben. Atemlose Momente, wo man hoffen und bangen muss, man das Buch nicht loslassen will und kann. Das ist meiner Meinung nach nicht passiert. 

Die Geschichte der Zwillinge ist aus Rios Sicht geschrieben, die Stadt Atlantia ist wirklich interessant und ich hätte mir noch mehr Infos gewünscht, zu den Bäumen aus Metall und den Fledermäusen. Auch die Götter werden erwähnt aber wie das Meiste immer nur angeschnitten und wieder fallen gelassen. 

Das Cover allerdings ist wirklich schön und ansprechend.
Vielversprechende Story leblos beschrieben, aber in ein schönes Cover gepackt.
Leider nur zwei Blättchen von mir.




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